Herbstspaziergang

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Gestern bin ich wieder für einen spontanen Besuch zu Renate. Wir gingen eine große Runde im Dorf. Dabei fiel uns auf wie viel Obst aktuell zu ernten ist. Mir ist es ja schon vor ein paar Wochen aufgefallen aber am Weg kam uns noch immer so viel unter. Bäume voller Äpfel aber auch ganz viele Zwetschken.

So richtige Bäume waren das gar nicht, die mit den Zwetschken, die sahen eigentlich total hinüber aus aber trotzdem trugen sie so viel Obst. Leider hatten wir nichts dabei um zumindest ein paar der Früchte vom verfaulen zu retten.

An einem großen Baum angekommen war auch der ganze Boden bedeckt mit Walnüssen. Da passten dann doch ein paar in die Westentasche. Schön geklimpert haben die. Renate hatte den genialen Einfall, dass man doch daraus eine Ersatz-Türklingel basteln könnte. Dann kommt kein schriller Ton oder sogar Melodie, wie bei uns, sondern das Rascheln und Klimpern der Nüsse.

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Nachdem wir wieder bei ihrem Haus ankamen hatten wir aber noch gar nicht genug und sind noch eine kleine Runde in die andere Richtung gegangen, einfach so über die Wiese. Herrlich.

Am Abend zuhause war es dann Zeit für Kürbis-Kartoffel-Nockerl mit Bohnensalat. Super lecker. Nur leider dauert die Zubereitung ca. 2 Stunden. Auch wenn im Buch „Vegan Österreich“ nur eine Stunde steht, so schnell bin ich nie. Vor allem das Kochen der Kartoffeln, das Pressen und dann die Backzeit im Ofen dauert schon seine Zeit. Dafür sind sie sehr lecker. Ich hab die doppelte Menge Kartoffeln genommen (Kürbis hatte ich leider nicht mehr als angegeben, ca. 700g) und auch sonst die doppelte Menge, weil ich finde, dass es sonst für zwei Personen zu wenig ist.

Heute Sonntag hatten wir dann auch noch ein leckeres Mittagessen mit den Resten, wenn auch eher ein kleines. Dafür gibt’s jetzt Tee mit Honig, den ich im Bauerladen gestern gekauft habe. Der hilft mir gerade sehr bei meinen Halsschmerzen.

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Zwetschkenknödel

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Ganz schön stolz war ich auf meine ersten Zwetschkenknödel. Das Rezept stammt aus „Vegan Österreich“ von Kristina Unterweger. Meinem Lieblingskochbuch für vegane Küche. Der Kartoffelteig funktioniert super und auch schnell, sofern man die richtigen Kartoffeln hat, was aktuell gar nicht so leicht war. Ansonsten mein Tipp, wer keine mehligen Kartoffeln auftreiben kann, die Festkochenden einfach wirklich zerkochen, das geht dann auch ganz gut.

Michael, meinem Mann, haben sie super geschmeckt obwohl er sonst keine so Obstknödel mag. Im Buch ist das Rezept mit Marillen, es funktioniert aber genauso auch für Zwetschken. Den Teig werde ich sicher öfter machen. Ich hab mir zB schon ein Rezept für eine Apfelfüllung rausgesucht.

 

Birnen Vielfalt

 

So, das ist jetzt eigentlich ein Nachtrag im Gedanken Garten Tagebuch. Denn diese Birnen Vielfalt ist schon wieder etwa zwei Wochen her. Renate, unsere im Herzen ewige liebe Nachbarin, hat mir geholfen Birnen Marmelade und Birnen Sirup herzustellen. Die Tage danach hab ich dann noch eine weitere Sorte Marmelade und einen Schnaps gemacht bzw. angesetzt.

10 kg Birnen hab ich bei der Birnenaktion im Netswerk Steyr erworben. Ein Bauer hat dringend Abnehmer gesucht, es gab einfach zu viel Obst aufgrund des irren Sommers. 10 kg für 10 Euro. Schnäppchen. Als ich das gelesen hab, wusste ich, das mach ich.

An einem gemütlichen Sonntag haben wir dann gewerkt und gekocht. Die Rezepte stammen aus diversen Internetseiten bzw. Büchern. Die Zutaten haben wir etwas angepasst, wir haben 3:1 Gelierzucker statt 2:1 genommen bzw. einfach generell weniger Zucker.

Birnen-Amaretto-Marmelade

Ca. 2,4 kg Birnen, geschält und kleingeschnitten
ca. 200 ml Zitronensaft
ca. 75g Zitronensäure
ca. 900ml naturtrüber ungesüßter Apfelsaft
ca. 500g Gelierzucker 3:1
ca. 9 EL Amaretto

Die Birnen mit Zitronensaft und Säure aufkochen, dann Apfelsaft und Zucker hinzufügen. Köcheln lassen und die Gelierprobe machen. Am Schluss den Amaretto dazu geben. Beim Amaretto am besten abschmecken nach den ersten paar EL damit es nicht zu viel wird und je nach belieben mehr oder weniger dazu geben.

 

Birnen-Ingwer Sirup

Das Rezept stammt aus Natürlich leben: Traditionelles Wissen für Küche, Haus und Garten von Vivienne Bolton. Ausgeliehen aus der Bücherei Steyr.

Die Birnen-Karamell Marmelade ist ähnlich wie oben die Marmelade mit Ingwer, dafür wird das Karamell aus Zucker und Wasser selbst gemacht. Für den Schnaps hab ich ein Glas mit Birnenstückchen, Nelken und einer Zimtstange gefüllt, Zucker dazu und bis oben hin mit Korn gefüllt. Etwa 2 Wochen muss er jetzt noch ziehen. Mal schauen, ob der was wird.